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Erfolg bei der Landesmeisterschaft NRW im Taekwondo

Foto Landesmeister Taekwondo
© M. Kocer

9. Juli 2026

Bei der Taekwondo-Poomsae Landesmeisterschaft in Nordrhein-Westfalen konnte ein Sportler mit Down-Syndrom einen beeindruckenden Erfolg feiern: Mit einer guten und konzentrierten Leistung sicherte Jan Ole Kohlschmidt sich den Titel des Landesmeisters NRW.

Das Erlernen der Taekwondo-Poomsae stellt hohe Anforderungen an Körper und Geist. Präzise Bewegungsabläufe, Gleichgewicht, Koordination, Rhythmusgefühl sowie das exakte Einprägen komplexer Techniken müssen über einen langen Zeitraum trainiert werden. Für Menschen mit Down-Syndrom können diese Anforderungen mit zusätzlichen Herausforderungen verbunden sein.

Häufig treten ein verminderter Muskeltonus, eine erhöhte Beweglichkeit der Gelenke, Einschränkungen in der Fein- und Grobmotorik sowie ein langsameres Lerntempo beim Erlernen neuer Bewegungsabläufe auf. Auch das langfristige Speichern und Abrufen komplexer Bewegungsfolgen kann mehr Zeit und zahlreiche Wiederholungen erfordern.
Gerade deshalb verdient diese sportliche Leistung besondere Anerkennung. Jan Ole Kohlschmidt hat mit großem Ehrgeiz, Ausdauer und unermüdlichem Trainingsfleiß bewiesen, dass kontinuierliche Arbeit, Motivation und Leidenschaft außergewöhnliche Erfolge ermöglichen können. Trotz der zusätzlichen Herausforderungen hat er sich nie entmutigen lassen und jede Trainingseinheit genutzt, um seine Fähigkeiten Schritt für Schritt zu verbessern.

Sein Erfolg ist nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein inspirierendes Beispiel für gelebte Inklusion im Sportverein „Taekwondo Team Kocer e.V.“. Er zeigt eindrucksvoll, dass sportliche Leistungen nicht allein von körperlichen Voraussetzungen abhängen, sondern vor allem von Einsatzbereitschaft, Beharrlichkeit und der Freude am Training.
Mit der aktiven Teilnahme an der Landesmeisterschaft setzt er ein starkes Zeichen für den Para Taekwondo-Sport in Nordrhein-Westfalen. Sein Erfolg macht Mut, Vorurteile abzubauen und Menschen mit Behinderung die gleichen Chancen zur sportlichen Entwicklung zu ermöglichen. 

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